Die Besatzung eines Fischerbootes, das in internationalen Gewässern unterwegs war, machte einen ungewöhnlichen Fund, der die Kunstgeschichte möglicherweise neu schreiben könnte. Statt des üblichen Fangs brachten die Netze einen schweren, mit Muscheln und Schlamm bedeckten Metalltresor an Bord. Was sich hinter seiner verrosteten Tür verbarg, ließ nicht nur die lokalen Nachrichtenredaktionen, sondern auch Experten aus dem Kulturbereich aufhorchen.
Laut dem Kapitän des Schiffes, der anonym bleiben möchte, wurde der Safe zufällig entdeckt. Die Ausrüstung verfing sich in etwa 70 Metern Tiefe in einem Hindernis, und das Anheben der Last erforderte erhebliche Kraft. Zunächst vermuteten die Fischer, einen gewöhnlichen Schiffskoffer oder die Überreste eines gesunkenen Containers gefunden zu haben. Als sie die Tür mit hydraulischem Gerät öffneten, fanden sie im Inneren jedoch keine Werkzeuge oder Schrott, sondern sorgfältig verpackte Gemälde, Grafiken und kleine Skulpturen.
Die erste Sichtung des Inhalts durch hinzugezogene Experten löste in Fachkreisen große Aufregung aus. Unter den geborgenen Gegenständen wurden Werke identifiziert, die in internationalen Verzeichnissen als seit Mitte des 20. Jahrhunderts verschollen galten. Nach ersten Erkenntnissen stammen die gefundenen Kunstwerke aus einer Privatsammlung, deren Spur sich im Zuge der Nachkriegsereignisse in Europa verloren hatte.
Experten betonen, dass der besondere Wert des Fundes nicht im monetären Äquivalent liege, sondern in der historischen Bedeutung. Gegenstände, die jahrzehntelang als zerstört oder für immer verschollen gegolten hatten, verbrachten mehr als ein halbes Jahrhundert im Meerwasser. Trotz der langen Zeitspanne unter Wasser sei der Zustand einiger Gemälde und Statuetten dank der luftdichten Versiegelung des Safes und der besonderen Bedingungen in der Tiefsee als zufriedenstellend zu bezeichnen. Derzeit werden sie in speziellen Restaurierungsbecken zur Stabilisierung ihrer Oberflächen behandelt.
Der Fund wurde derzeit zur detaillierten Untersuchung sichergestellt. Die Behörden ermitteln nun die Herkunft des Safes und die Umstände, unter denen er auf den Meeresboden gelangte. Für Kunsthistoriker und Forscher ist dieser Fall jedoch bereits eine echte Sensation: Er beweist, dass das Meer nicht nur nehmen, sondern auch bewahren kann – was lange Zeit als unwiederbringlich verloren galt.
