Ein gewöhnlicher Arbeitstag auf See wurde für eine Gruppe von Fischern zu einer unerwarteten Entdeckung. Nachdem sie am frühen Morgen ihre Netze ausgeworfen hatten, spürten sie einen ungewöhnlich schweren Fang. Als sie das Netz an Bord holten, fanden sie darin statt Fischen einen kleinen Metall-Safe. Die Fischer vermuteten, dass sich darin Steine oder Geld befinden könnten, doch die Realität übertraf alle Erwartungen.
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Nach dem Öffnen des Safes fanden die Männer darin Kristallglas – mehrere Gläser, eine kleine Vase und zwei Dessertteller. Erstaunlicherweise war der Inhalt nicht durch das Wasser beschädigt worden: Der Safe war wasserdicht, und das Kristallglas war sorgfältig in Tuch und Luftpolsterfolie eingewickelt. Die Gegenstände sahen wie neu aus, ohne Kratzer oder Sprünge, als wären sie gerade erst im Laden gekauft worden.
Die Fischer meldeten den Fund sofort der Küstenwache. Die Polizei leitete eine Untersuchung ein: Der Safe könnte von einem Schiff über Bord geworfen oder bei einem Schiffbruch verloren gegangen sein. Es lagen jedoch keine Vermisstenmeldungen über einen Safe mit Kristallglas bei der Polizei vor. Experten vermuten, dass der Safe mehrere Jahre auf dem Meeresboden gelegen haben könnte, bevor er in die Netze geriet. Warum jemand Kristallgeschirr in einen Safe einschließen und ins Meer werfen würde, bleibt ein Rätsel.
Antiquitätenexperten, die zur Schätzung hinzugezogen wurden, stellten fest, dass das Kristallglas in der Mitte des 20. Jahrhunderts in einer bekannten europäischen Fabrik hergestellt wurde. Der Gesamtwert des Fundes wird auf etwa zweitausend Euro geschätzt. „Normalerweise ziehen Fischer Müll oder alte Netze aus dem Wasser“, kommentiert ein Spezialist. „Aber Kristallglas in einwandfreiem Zustand in einem Safe zu finden – das ist eine große Seltenheit. Vielleicht wollte jemand das Geschirr vor Gläubigern oder Verwandten verstecken, aber der Plan ging schief.“
Nach den örtlichen Gesetzen geht der Fund in das Eigentum der Entdecker über, wenn der Eigentümer innerhalb einer bestimmten Frist nicht gefunden wird. Die Fischer erklärten, dass sie das Kristallglas nicht behalten möchten. „Wir sind einfache Leute, wir brauchen keine Weingläser“, sagen sie. „Wenn der Besitzer nicht gefunden wird, verkaufen wir das Kristallglas an Sammler und spenden das Geld für wohltätige Zwecke.“ Der Eigentümer des Safes kann sich mit entsprechenden Eigentumsnachweisen an die Polizei wenden.
